Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Räumliche Informationssysteme (UP 3)

Problemstellung / Projektziel

Für die Zusammenarbeit der zahlreichen Teilprojekte ist ein möglichst unkomplizierter Austausch von Daten, insbesondere auch von raumbezogenen Daten (Geodaten), unbedingt erforderlich. Auch für die Weitervermittlung von Projektergebnissen an potenzielle Nutzer ist der einfache Austausch von Daten und gewonnenem Wissen ein Schlüssel zum Erfolg. Somit genügt es nicht, Daten von den Teil-projekten einfach in einer zentralen Datenbank zu sammeln. Informationen sollen mittels neuester Webtechnologien möglichst allen verfügbar gemacht werden. Den Nutzern aus der Region und auch überregionalen Interessenten soll es auch ohne spezifische Datenbank- oder Informatik-Kenntnisse ermöglicht werden, auf freigegebene Daten und Modelle aus den Teilprojekten zuzugreifen und diese für die Bearbeitung eigener Problemstellungen einzu-setzen. Zum Beispiel soll es ermöglicht werden, die Ergebnisse von Klimamodellen über ein Webportal mit Standortsdaten und Wachs-tumsmodellen zu verknüpfen, um Szenarien für selbst ausgewählte Flächennutzungs-Alternativen durchzurechnen.

Schema des Sharepoint-Bereichs für BEST

Architektur der internen Daten- und Informationsmanagementplattform mit Microsoft Sharepoint für kollaboratives Arbeiten und GeoNetwork zur Metadatenverwaltung räumlicher Daten.

Methodik

Es wird ein nutzerfreundliches Informationssystem in Form einer verteilten Client-Server-Architektur implementiert. Das System wird modell- und datenbasiert arbeiten. Die Kommunikation zwischen Server und Clients wird über das Web erfolgen (basierend auf dem HTTP-Protokoll). Hierzu liegen schon Erfahrungen aus dem Projekt „Entscheidungsunterstützungssystem Wald und Klimawandel (DSS-WuK“ vor. Die Anbindung von Simulationsmodellen erfolgt in Form eines komponentenbasierten Systems mit Kommunikation zwischen den Komponenten über anerkannte und offene Standards des „Open GeoSpatial Consortium“ (OGC). Dies gewährleistet eine leichte Austauschbarkeit von Komponenten und die internationale Kompatibilität mit ähnlichen Geodaten-Informationssystemen. Der Zugriff auf Daten erfolgt über OGC-konforme Webservices. Dies garantiert einen standardisierten Zugriff nicht nur auf lokale Projektdaten, sondern auch auf im Internet verteilte Datenquellen.

Zielgruppe

Die in Abb. 1 dargestellte interne Daten- und Informations-managementplattform richtet sich an die Projektbearbeiter. Das in Abb. 2 skizzierte Beratungswerkzeug soll hingegen folgende Gruppen ansprechen:

  • Bioenergie-Regionen „Göttinger Land“ und „Thüringer Ackerebene (BERTA)“
  • Weitere Bioenergie-Regionen und -Verbünde in Deutschland unter vergleichbaren naturalen und ökonomischen Rahmenbedingungen, d.h. im Berg- und Hügelland unter trockeneren und feuchteren Niederschlagsregimen
  • Einzelne land- und forstwirtschaftliche Betriebe, für die in BEST untersuchte innovative Anbau- und Nutzungsverfahren in Frage kommen
  • Öffentliche und private Verwaltungen und Beratungseinrichtungen in der Land- und Forstwirtschaft.

Ergebnisausblick

Das Teilprojekt verfolgt vier Hauptaufgaben, die z.T. für den ganzen BEST-Verbund und nach außen Services bereitstellen:

  • Aufbau und Administration einer zentralen Geo-Datenbank unter Nutzung neuester open-source WebGIS-Technologien,
  • Etablierung eines Webportals für interaktives Arbeiten mit den Geodaten und für den Wissenstransfer in die Praxis,
  • Implementierung von Webservices, die es erlauben sollen, ausgewählte (bereits etablierte) Modelle auf Teilregionen-Daten anzuwenden und Szenarien durchzurechnen.
  • Visualisierung der Daten und der Ergebnisse der Modellrechnungen.

Das System wird zusammen mit den Stakeholdern und Nutzern unter Einsatz begleitender Foren und Zwischenevaluationen iterativ entwickelt. So kann eine zeitnahe und effektive Berücksichtigung neuer Nutzeranforderungen während der Implementierungsphase erfolgen.

Struktur des geplanten Beratungswerkzeugs aus BEST

Architektur des web-basierten Beratungswerkzeugs auf Basis einer verteilten Client-Server-Anwendung mit standard-konformen Webservices (service-oriented Architecture). Gegliedert in folgende horizontale Schichten (von unten nach oben): Basisdaten, Geodatenauslieferung/-aufbereitung, Simulations-modelle, aggregierende Simulationsmodelle, Nutzer-schnittstelle, Nutzer.

Kontakt

Antragsteller: Winfried Kurth und Joachim Saborowski
Mitarbeiter: Jan C. Thiele
Institution: Universität Göttingen, Abteilung Ökoinformatik, Biometrie und Waldwachstum
Anschrift: Büsgenweg 4, 37077 Göttingen

E-mail: fbiom@uni-forst.gwdg.de