Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Wasserhaushalt (ÖL 2)

Entwicklung eines Modellsystems zur Optimierung des Landschaftswasserhaushalt in Bioenergieregionen

Problemstellung / Projektziel

Projektziele sind:

  • Messung und Modellierung der Wasserhaushaltscharakteristik in unterschiedlichen Landnutzungstypen in den zwei Bioenergieregionen
  • Entwicklung von Transferfunktionen des Wasserhaushalts und Upscaling von Komponenten des Landschaftswasserhaushalts unter Berücksichtigung der klimatischen Projektionen für beide Bioenergie- Regionen
  • Entwicklung eines Werkzeugs zur räumlich expliziten, optimierten Nutzung der Wasserressourcen, um den Wasserhaushalt von Anbau- flächen sowohl mit Blick auf die Produktion als auch bezüglich der Grundwasserneubildung nachhaltig zu sichern
Aufbau des Clusters „Ökologische Landschaftsfunktionen (ÖL)" Aufbau des Clusters „Ökologische Landschaftsfunktionen (ÖL)” Projektinterne Ergebnisse mit nach außen gerichteten Resultaten.

Methodik

Zur Ermittlung des Bodenwasserhaushaltes und der Grundwasserneu-bildungsmenge unter Kurzumtriebsplantagen in Agroforstsystemen werden in jeder Bioenergieregion 2 Messstellen errichtet. Auf den unterschiedlichen Bodentypen sollen verschiedene Bestände stocken, um sowohl den Einfluss der Bodeneigenschaften als auch den des Bestandes-aufbaus auf die Grundwasserneubildung quantifizieren zu können. In den Untersuchungsplots wird die räumliche Verteilung des Bestandes-niederschlags gemessen, sowie Wassergehalte (TDR/SDR Verfahren) und Matrixpotentiale (Tensiometer) in verschiedenen Bodentiefen mit auto-matischen Messstationen aufgezeichnet. Hochaufgelöste Matrixpoten-tialmessungen werden vorwiegend im unteren Wurzelraum durchge-führt, so dass das der Beginn des Sickerwasserflusses aus dem Wurzel-raum genau registriert werden kann. Pro Messtiefe sollen mindestens 6 Tensiometer eingesetzt werden, um die räumliche Variabilität hinrei-chend berücksichtigen zu können.

Mit Hilfe der Wassergehaltsmessungen lassen sich die Wassergehalts-änderungen im Wurzelraum während der Vegetationsperiode und ebenso das Auffüllen des Wurzelraumes vor dem Einsetzen des Sickerwasserflusses registrieren. Des Weiteren erfolgt die Entnahme von ungestörten Boden-proben zur Bestimmung der pF-Charakteristika.

Zielgruppe

Die Ergebnisse sind vor allem für folgende Zielgruppen und Stakeholder von Interesse:

  • Kleinprivatwald und genossenschaftlich organisierte Eigentümer
  • Landwirte
  • öffentliche und private Verwaltungen und Beratungseinrichtungen in der Land- und Forstwirtschaft
  • Wasserwirtschaft

Ergebnisausblick

Das Modellkonzept ist multiskalig aufgebaut (Abb. 2). Im Kern der ersten Maßstabsebene steht ein hydrologisches Modell wie das COUPMODEL oder BROOK90. Sowohl für landwirtschaftliche Kulturen wie Mais und Raps als auch für forstwirtschaftliche Flächen liegen eine Vielzahl von geeigne-ten Methoden und Modellen vor, um bestandesspezifische Parameter, die hydraulischen Funktionen und die langjährigen Mittelwerte der Grund-wasserneubildung (GWN) abzuleiten. An den KUP-Standorten können Transferfunktionen evaluiert werden, mit denen wichtige bestandes-spezifische Parameter (z.B. LAI, Durchwurzelungstiefe, Wurzelverteilung) flächenhaft abgeschätzt werden können. In Kombination von Szenarien-analysen mit einem zu entwickelnden räumlichen Optimierungssystem können räumlich explizit die potentiellen Landnutzungskombinationen ermittelt werden, die die Grundwasserneubildungsmengen optimieren.

Modellierungsansatz Landschaftswasserhaushalt Modellierungsansatz Landschaftswasserhaushalt

Kontakt

Antragsteller: Dr. Martin Jansen/Dr. Bernd Ahrends
Mitarbeiterin: Dr. Falk Richter
Institution: Abt. Ökopedologie der gemäßigten Zonen
Anschrift: Georg-August-Universität Göttingen, Büsgenweg 2, 37077 Göttingen

E-Mail: mjansen@gwdg.de