Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Ressourceneffizienz (ÖL 4)

Problemstellung / Projektziel

Energiepolitisches Ziel ist es, die Nutzung fossiler Energieträger deutlich einzuschränken und die Verwendung nachwachsender Rohstoffe zu erhöhen. Ein Vorteil in der Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist neben ihrer Verfügbarkeit auch ihre potentielle CO2-Neutralität, d.h. im Idealfall wird nicht mehr CO2 in die Atmosphäre abgegeben als zuvor durch Photosynthese der Pflanzen in Biomasse festgelegt wurde.

In Europa sollen erneuerbare Energien weiterentwickelt werden mit dem Ziel im Jahr 2020 etwa 20 % des Energiebedarfs zu liefern. Dabei spielt Biomasse als nachwachsender Energieträger eine wesentliche Rolle. Abschätzungen in der EU haben gezeigt, dass die Produktion von Energiehölzern in Kurzumtriebsplantagen im Vergleich mit anderen landwirtschaftlich erzeugten Energieträgern die beste Option für Änderungen der Landnutzung darstellt, um das anvisierte Ziel möglichst effizient zu erreichen (Smith et al. 2000). Inwieweit dies für bestimmte Regionen ein tragfähiges Konzept darstellt, muss durch entsprechende Untersuchungen geklärt werden. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass die Produktion von Biomasse von der Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit abhängig ist, deren Umsetzung in Biomasse sich aber in den unterschiedlichen land- und forstwirtschaftlichen Kulturen sehr stark unterscheidet.

Ziel dieses Arbeitspakets ist es zu untersuchen, in welchen Anbausystemen der energetische Gewinn in der Biomasse in Relation zum Verbrauch an Wasser am höchsten ist, um ökologisch und ökonomisch sinnvolle Landnutzung zu betreiben. Während für klassische, agrarische Kulturen zahlreiche Daten vorliegen, ist dies für KUPs bislang kaum bekannt.

Kurzumtriebsplantage (KUP) mit Pappeln Kurzumtriebsplantage (KUP) mit Pappeln

Methodik

Die folgenden Parameter und Zielgrößen sollen bestimmt werden:

  • Messung kalorimetrischer Energiegehalte der unterschiedlichen Pflanzenarten (Pappel, Mais) in Relation zu Photosyntheseleistung und N-Gehalt der Biomasse
  • Bestimmung des 13C/12C Isotopenverhältnisses zur Schätzung der Wassernutzung
  • Bereitstellung physiologischer Daten zur Validierung der Wassernutzung und der Stoffbilanzierung
  • Bestimmung C-, N- und Lignin Vorräte der Biomasse

Zielgruppe

Die Ergebnisse sind vor allem für folgende Zielgruppen interessant:

  • Land- und Forstwirte der Bioenergie-Regionen „Göttinger Land“ und „Thüringer Ackerebene (BERTA)“ , für die in BEST untersuchte innovative Anbau- und Nutzungsverfahren in Frage kommen
  • Akteure bzw. Landnutzungsentscheider in weiteren Bioregionen
  • Beratungseinrichtungen in der Land- und Forstwirtschaft

Ergebnisausblick

Daten zur Stickstoff- und Wassereffizienz verschiedener Bioenergiepflanzen werden gesammelt, die die Grundlage für Entscheidungssysteme zur effizienten und nachhaltigen Landnutzung bilden. Das übergeordnete Ziel des Clusters ist die Entwicklung eines Modellsystems zur integrativen Erfassung, Bewertung und Optimierung der lokalen und regionalen ökologischen Landschaftsfunktion. Die zu erwartenden Ergebnisse des Arbeitspakets werden einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung des Modells liefern.

Kontakt

Antragstellerin: Prof. Dr. Andrea Polle
Mitarbeiter: Dejuan Ning
Institution: Büsgen-Institut, Abt. Forstbotanik und Baumphysiologie
Anschrift: Büsgenweg 2, 37077 Göttingen

E-mail: dning@gwdg.de