Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Klimaschutzleistung (ÖL 3)

Problemstellung / Projektziel

Die Klimaschutzleistung unterschiedlicher Bioenergie-Linien wird maßgeblich durch den erzielten Netto-Energieertrag sowie die Emission von Treibhausgasen im Zuge ihrer Produktion beeinflusst. Für die Bestimmung der Netto-CO2-Äquiv.-Vermeidung und der CO2-Äquiv.-Vermeidungskosten ist die Bilanzierung produktionsabhängiger Treibhausgasemissionen erforderlich, da diese die potenzielle CO2-Einsparung erheblich verringern können. Von besonderer Bedeutung sind die Lachgasemissionen, die einen erheblichen Einfluss auf die Vorzüglichkeit verschiedener Bioenergie-Linien haben können. Eine regional differenzierte Bewertung der N2O-Emission im Zuge der Bioenergieproduktion ist derzeit noch nicht möglich. Auch hinsichtlich der Beeinflussung der Stickstoff- und Kohlenstoffspeicherung in den Böden der Produktionsstandorte gibt es bisher kaum Systemvergleiche, die eine regional differenzierte Bewertung unterschiedlicher Bioenergie-Linien ermöglichen.

Ziele des Arbeitspakets „Klimaschutzleistung“ sind:

  • Die regional differenzierte Erfassung, Bewertung und Optimierung der Klimaschutzleistungen ausgewählter nachwachsender Energieträger, die eine unterschiedliche Produktionsintensität voraussetzen.
  • Die regional differenzierte Erfassung und Bewertung der organischen Bodenkohlenstoffvorräte in Produktionssystemen ausgewählter nachwachsender Energieträger.
Aufbau des Clusters „Ökologische Landschafts-funktionen (ÖL)“ Aufbau des Clusters „Ökologische Landschafts-funktionen (ÖL)“ und Beispiele sowohl für innerhalb des Clusters benötigte und verwertbare Ergebnisse (nach innen gerichtete Pfeile) als auch von Resultaten, die für den Gesamtverbund bzw. die Steakholder unmittelbar nutzbar sind (nach außen gerichtete Pfeile).

Methodik

Erfassung der Klimaschutzleistung sowie der Kosten und der Nährstoffaufwendungen der CO2-Einsparung von Bioenergie-Linien in den Bioenergie-Regionen Göttinger Land und Thüringen. Es werden jeweils Bioenergie-Linien mit unterschiedlicher Produktionsintensität und Nährstoffaufwendung analysiert.

Das Arbeitspaket besteht aus folgenden Teilen:

  • Erfassung der N2O-Emission aus den Produktionsflächen mittels ganzjähriger Haubenmessungen (Abb. 3)
  • Erfassung wichtiger Steuergrößen der N2O-Emission Modellierung der N2O-Emission
  • Quantifizierung der CH4-Austauschraten auf den Produktionsflächen und Modellierung der CH4-Flüsse
  • Quantifizierung der Humusvorräte, der Humusverteilung und der Humusqualität in den Böden unterschiedlicher Bioenergielinien
  • Bilanzierung der gesamten Treibhausgasemissionen im Zuge der Erzeugung der nachwachsenden Energieträger
  • Ableitung der netto-CO2-Einsparung der Bioenergielinien
  • Ableitung der Kosten der CO2-Einsparung
  • Ableitung der Nährstoffeffizienz der CO2-Einsparung
  • Regional differenzierte Bewertung der Klimaschutzleistung unterschiedlicher Bioenergie-Linien.
Anbau von nachwachsenden Energieträgern Anbau von nachwachsenden Energieträgern (im Bild: Mais, Pappel), die eine unterschiedliche Produktionsintensität und Nährstoffaufwendung erfordern (Foto: N. Lamersdorf). Schwerpunkte experimenteller Arbeiten Schwerpunkte experimenteller Arbeiten: Emissionsmessung mit Bodenhauben sowie Kohlenstoffsequestrierung in Böden.

Ergebnisausblick

Durch die vergleichende Bewertung der verschiedenen Bioenergie-Linien tragen die Ergebnisse des Teilprojektes zur regional differenzierten Bewertung und Optimierung der Bioenergieproduktion bei. Sowohl den Produzenten von Bioenergie als auch der Politik werden Entscheidungshilfen an die Hand gegeben, um die ökonomische und ökologische Effizienz von Bioenergie-Linien regional differenziert zu bewerten. Die Ergebnisse tragen dazu bei, Wissenslücken im Bereich der Treibhausgasbilanzierung nachwachsender Energieträger (z.B. Höhe der N2O-Emission, C-Sequestrierung in Böden) zu schließen.

Kontakt

Antragsteller: Prof. Dr. Heinz Flessa
Betreuer: Dr. Axel Don
Mitarbeiterin: Katja Walter
Institution: vTI-Institut für Agrarrelevante Klimaforschung
Anschrift: Bundesallee 50, 38116 Braunschweig

E-Mail: heinz.flessa@vti.bund.de