Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Insekten (FA 3)

Problemstellung / Projektziel

Ziel des Teilprojektes ist es, die Anfälligkeit von Bioenergie-Pflanzungen gegen Insektenbefall zu erfassen, hinsichtlich zukünftiger Gefährdungen (Klimawandel, invasive Insekten) zu bewerten und Konzepte zur Mini-mierung von Insektenbefall zu entwickeln. Dabei soll die Diversität volatiler organischer Substanzen (VOC) von Bioenergieflächen im Vergleich zu nicht im Bioenergie-Anbau bewirtschafteten Flächen erfasst werden. Mit einem parallelen Monitoring der Diversität ausgewählter herbivorer Insektengruppen auf Bioenergieflächen und Referenzflächen soll eine Chemoökologische Risikoabschätzung für die neuen Optionen der Landnutzung auf Bioenergieflächen vor dem Hintergrund der Präferenzen invasiver Insekten wie Anoplophora glabripennis an Pappel und Diabrotica virgifera virgifera an Mais erfolgen und Empfehlungen zur Erhöhung der Stabilität von Bioenergieflächen gegen Massenver-mehrungen von Insekten entwickelt werden.

Aufbau des Clusters „Ökologische Folgenabschätzung (FA)" (FA): Aufbau des Clusters „Ökologische Folgenabschätzung (FA)” Projektinterne Ergebnisse (Nachhaltigkeitskriterien) mit nach außen gerichteten Resultaten (Risikoabschätzung).

Methodik

In den beiden Untersuchungsregionen (Landkreis Göttingen, Thüringer Ackerebene) wird gemeinsam mit FA 2 die Diversität (Tot)holz- besiedelnder Cerambycidae, sowie die Diversität wurzel- und/oder blatt-fressender Chrysomelidae und Elateridae sowie die Diversität der Semio-chemikalien der Bioenergie-Produktionslinien Mais, Grünland und Agroforst (inkl. Kurzumtriebsplantagen) vergleichend mit konventionell bewirtschafteten Flächen untersucht. Gemeinsam mit Teilprojekt FA 1 und FA 2 werden mehrere räumliche Verbände von Untersuchungs-flächen in den beiden Untersuchungsgebieten etabliert (Replikation auf Landschaftsebene mit Optionen der qualitativen und quantitativen Datenauswertung).

Die Probenahme erfolgt in Feld-Kampagnen in enger terminlicher Abstimmung mit FA1 und FA2 für möglichst zeitgleiche Feststellung der Phytodiversität und der Aktivität der Zersetzer, da beide Parameter die VOC-Diversität und die Diversität der untersuchten Insektengruppen stark beeinflussen können. Als zusätzlicher Synergieeffekt sind so wichtige Schlüsse auf den Einfluss von Begleitflora und Zersetzeraktivität auf die Befallsdisposition der jeweiligen Bestände möglich.

Zielgruppe

Die Ergebnisse sind vor allem für folgende Zielgruppen und Stakeholder von Interesse:

  • Kleinprivatwald und genossenschaftlich organisierte Eigentümer
  • öffentliche und private Verwaltungen und Beratungseinrichtungen in der Land- und Forstwirtschaft
  • Internationale Projektpartner (z. B. in China, USA), die Ursprungsländer der invasiven Insekten
  • wissenschaftliche und wirtschaftliche Interessengruppen.

Ergebnisausblick

Eine chemoökologische Risikoanalyse mittels der vom Antragsteller entwickelten gekoppelten Gaschromatographie mit elektroantenno-graphischer Detektion und Massenspektrometrie (GC-EAD/MS) ermöglicht die Feststellung einer ggf. erhöhten Befallsdisposition von Pflanzen, sowie die Identifizierung beizumischender Pflanzenarten, die Kommunikations-ketten von Schadinsekten unterbrechen und eine erhöhte Biodiversität natürlicher Gegenspieler fördern können. Eine schnelle, praktische Einschätzung vorhandener Flächen kann nach Identifizierung relevanter VOC-Muster mittels Biosensoren oder biomimetischen Sensoren auf der Basis des Insektengeruchssinns erfolgen.

Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) Der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis); Foto: A. Plašil

Kontakt

Antragsteller: Prof. Dr. Stefan Schütz
Mitarbeiterin: Dr. Maximilian von Fragstein und Niemsdorff
Institution: Abt. Forstzoologie und Waldschutz
Anschrift: Georg-August-Universität Göttingen Büsgenweg 3, 37077 Göttingen

E-Mail: stefan.schuetz@forst.uni-goettingen.de