Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Holzverbundwerkstoffe (IO-K 1)

Clusterziele/Arbeitspaketziele

Hauptanliegen und übergeordnetes Arbeitsziel des Clusters „Innovation und Optimierung“ – Kaskadennutzung ist die Durchführung verwertungsorientierter Untersuchungen zur stofflichen Nutzung geringwertiger Buche und von schwach dimensionierten Holzsortimenten aus Kurzumtriebsplantagen mit dem Ziel der Entwicklung marktfähiger Produkte für die holzverarbeitende Industrie.

Für das Arbeitspaket „Holzverbundwerkstoffe“ soll dieses Ziel erreicht werden, in dem Späne aus minderwertigem Buchenholzsortimenten und Kurzumtriebsplantagen zu Wood-Polymer Composites (WPC) verarbeitet werden. Im Zuge der Bearbeitung sollen die Eigenschaften des Verbundwerkstoffes im Hinblick auf eine gezielte Produktentwicklung optimiert werden.

Wood-Polymer Composites

Wood Polymer Composites (WPC) stellen eine Sonderform der Naturfaser-Verbundwerkstoffe dar. Man versteht darunter Verbundwerkstoffe, die aus unterschiedlichen Anteilen von Holz, Kunststoffen und Additiven bestehen und durch thermoplastische Formgebungsverfahren, wie z.B. Extrusion, Spritzguss oder Presstechniken, verarbeitet werden können.

WPC weisen ein interessantes Eigenschaftsprofil auf und bestehen zum überwiegenden Anteil aus nachwachsenden CO2-neutralen Holzpartikeln. Die Verwendung von Holz als Füllstoff für thermoplastische Kunststoffe trägt somit zur Vermeidung fossiler CO2- Emission bei.

Verschiedene WPC-Rohstoffe, Verarbeitungsverfahren und Anwendungsmöglichkeiten Verschiedene WPC-Rohstoffe, Verarbeitungsverfahren und Anwendungsmöglichkeiten Anwendungsmöglichkeiten Quellen: Trautvetter 2009, Ikea2007, nova Institut 2007, Werzalit 2007

Umsetzung

Der Arbeitsplan des Arbeitspaketes folgt dem Wertschöpfungsnetz der WPC-Herstellung. Die Aufbereitung und des Buchenholzes zu Partikeln und die Anpassung der Herstellungsprozesse sind die wichtigsten Schritte , um eine industrielle Verwendung mit hoher Wertschöpfung zu ermöglichen. Dabei stehen die Verarbeitungsparameter beim Compoundieren im Heiz-Kühl-Mischer oder gleichläufigen Doppelschneckenextruder in die Urformgebung durch Extrusion und Pressverfahren im Vordergrund. Die Wirkung verschiedener Additive ist abhängig von der Holzart und der Vorbehandlung. Deshalb wird der Einsatz der wichtigsten Additive, wie Haftvermittler, Gleitmittel und Pigmenten für die jeweilige Rezeptur optimiert.

Aufbereitungs- und Verarbeitungsanlagen für Holzpartikel Aufbereitungs- und Verarbeitungsanlagen für Holzpartikel (Horizontalvakuumtrockner oben links) und WPC (oben links: Heiz-Kühl-Mischer; unten rechts: Extrusionsanlage; unten rechts: Heißpresse) an der Abteilung Holzbiologie und Holzprodukte.

Interaktion mit anderen Clustern und Arbeitspaketen

Innerhalb des Clusters findet ein reger Informations- und Materialaustausch statt. So werden zum einen aufbereitete Späne von IO-K 2 bezogen und zum anderen modifizierte Fasern an IO-K 3 und Reststoffe zur Brikettierung an IO-K 2 geliefert. Eine Zusammenarbeit mit den Clustern IO-H, IO-A, SÖB und ÖN wird hinsichtlich der Materialauswahl, Materialqualitätsbestimmung und der Lebenszyklusanalyse entwickelter Produkte vollzogen, um auch den Wissenstransfer im Verbundprojekt zu garantieren.

Kontakt

Antragsteller: Prof. Dr. Holger Militz
Mitarbeiter: Kim Krause, Dr. Andreas Krause
Institution: Abteilung Holzbiologie und Holzprodukte
Anschrift: Büsgenweg 4, 37077 Göttingen

E-mail: mmuelle1@gwdg.de