Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Holzbiomasse Offenland (IO-H 2)

Methodische Grundlagen zur Abschätzung von Biomassepotenzialen im Offenland

Problemstellung / Projektziel

Großräumige Studien zur Abschätzung von Biomasse- Vorräten liegen vor allem für Wälder vor. Zum Offenland fehlen entsprechende Unter-suchungen weitgehend, was mit der wesentlich geringeren Dichte aber auch der höheren Variabilität der vorhandenen Ressourcen zusammen hängen mag. Es liegen daher nur für sehr wenige abgegrenzte Gebiete verlässliche Daten zu Flächenpotenzialen und vor allem zur Biomasse-dichte von Gehölzen im Offenland sowie deren Dynamik vor.

Methodische Grundlagen zur großräumigen Erfassung und Abschätzung von Biomassepotenzialen mit Hilfe von angepassten stichprobenbasier-ten Inventurkonzepten fehlen bisher weitgehend. Auch vorhandene, für Waldbestände entwickelte Volumen- und Biomasse-Modelle, lassen sich aufgrund der unterschiedlichen Wuchsbedingungen nicht unmittelbar übertragen und müssen angepasst oder neu entwickelt werden.

Ziele des Arbeitspaketes sind:

  • Entwicklung von angepassten Inventurverfahren zur stichproben-basierten Erfassung von vorhandenen Gehölzen im Offenland sowie vorhandenen Flächenpotenzialen für den gezielten Anbau von Biomasse,
  • Einrichtung eines Netzes von permanenten Stichprobenelementen zum langfristigen Monitoring von Veränderungen und Dynamik,
  • Abschätzung von mittleren Biomassedichten für verschiedene Klassen von vorhandenen Gehölzstrukturen (Hecken, Büsche, Bäume außer-halb Wald),
  • Integration von Flächendeckenden Fernerkundungsdaten (RapidEye), Luftbild- Stichproben und terrestrischen Inventuren zur Erstellung von Biomassekarten im Offenland.
Integration des Teilprojektes IO-H2 in den Aufbau des Clusters "Innovation und Optimierung – Schwerpunkt Holzreserven. Integration des Teilprojektes IO-H2 in den Aufbau des Clusters “Innovation und Optimierung – Schwerpunkt Holzreserven.

Methodik

Vorhandene Gehölzstrukturen im Offenland sind aufgrund ihrer räumlichen Verteilung und des relativ geringen Flächenanteils in der vorherrschenden Agrarlandschaft als „seltene“ Ereignisse anzusehen. Vorhandene Methoden der Waldinventur sind daher nicht direkt auf das Offenland übertragbar und nicht effizient, da sie unter den gegebenen Bedingungen mit hohen Fehlern behaftet sind. Zur Abschätzung von Flächenpotenzialen Im Rahmen von Luftbildstichproben und terrestrischen Aufnahmen sollen daher anstelle von flächenhaften Stichprobenplots linienhafte Stichprobenelemente in einem systematischen (stratifizierten) Inventurdesign verwendet werden (Line Intersept Sampling). Zur Abschätzung von mittleren Biomassedichten ver-schiedener Gehölzklassen ist der Einsatz von terrestrischen Laserscanning zur Erfassung des raumfüllenden Volumens der Strukturen geplant. Für die Erstellung von flächendeckenden Biomassekarten werden Klassifizierungs-verfahren zur automatisierten Interpretation von Satellitenbildern verwendet.

Zielgruppe

Die Ergebnisse sind vor allem für folgende Zielgruppen und Stakeholder von Interesse:

  • Naturschutzverbände, Landwirtschaftsministerium
  • Betriebe in der Verwertungskette für anfallende Biomasse (Kompostwerke, Energetische Verwertung, Biokraftstoffe)
  • RapidEye Nutzer
  • wissenschaftliche und wirtschaftliche Interessengruppen.

Ergebnisausblick

Das Arbeitspaket liefert Inventurbasierte und statistisch abgesicherte Berechnungsgrundlagen für die Potenzialabschätzung vorhandener Biomasse im Offenland.

Weiterhin werden methodische Grundlagen für das Monitoring sowie die Abschätzung von mittleren Biomassedichten der vorherrschenden Gehölzstrukturen im Offenland erarbeitet.

Falschfarbencomposite (NIR und Red Edge Kanal) eines RapidEye Satellitenbild-Ausschnittes. Falschfarbencomposite (NIR und Red Edge Kanal) eines RapidEye Satellitenbild-Ausschnittes.

Kontakt

Antragsteller: Prof. Dr. Christoph Kleinn
Mitarbeiterin: Dr. Dominik Seidel
Institution: Abt. Waldinventur und Fernerkundung
Anschrift: Georg-August-Universität Göttingen Büsgenweg 5, 37077 Göttingen

E-Mail: dseidel@gwdg.de