Aktuell

Tagungsband zum “Internationalen Kongress Agrarholz 2013″ veröffentlicht

Der “internationale Kongress Agrarholz 2013″ fand am 19./20. Februar 2013 in Berlin statt, und Wissenschaftler des BEST-Verbundprojektes haben mehrere Beiträge dazu geliefert. Nun ist ein Tagungsband zum Kongress erschienen, der kostenlos in elektronischer Form verfügbar ist.

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Feature-Artikel zu BEST und Partner-Bioenergieregion BERTA in Zeitschrift “Joule”

In der Fachzeitschrift “Joule” ist unter der Rubrik “Energiepflanzen” ein Feature-Artikel zu BEST und den Forschungsarbeiten in der Bioenergie-Region Thüringer Ackerebene (BERTA) erschienen.

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Innovation und Optimierung
- Schwerpunkt Anbausysteme

Das Hauptaugenmerk dieses Clusters liegt darin, im Sektor der Biomasse- und Bioenergieerzeugung innovative, effiziente und ökologisch sinnvolle Prozessketten eines modernen Landmanagements vergleichend zu prüfen, entsprechende Maßnahmen exemplarisch zu implementieren und neue Wertschöpfungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dies soll durch folgende Arbeitspakete gewährleistet werden:

Agroforst und Kurzumtriebsplantagen (IO-A 1)

Streuobst-wiese in der Thüringer Ackerebene

Aufgrund der Endlichkeit fossiler Energieträger sind innovative Ansätze notwendig, die es ermöglichen Energie nachhaltig und möglichst am Ort des Verbrauchs bereitzustellen. Agroforstsysteme (AF) und Kurzumtriebsplantagen (KUP) bieten die Option, Biomasse zur energetischen und stofflichen Nutzung ressourcenschonend herzustellen. Bei Kurzumtriebsplantagen werden schnellwachsende Hölzer (Weide, Pappel) mit dem Ziel angebaut, möglichst viel Biomasse innerhalb kurzer Zeit zu erzeugen. In Agroforstsystemen wird der Anbau von perennierenden (z.B. Wertholz) mit anuellen Kulturen kombiniert. Im Teilprojekt Agroforstwirtschaft und Kurzumtriebsplantagen soll demonstriert werden, dass durch die Integration holziger Pflanzen in landwirtschaftliche Produktionslinien im Bereich der Biomasse- und Bioenergieerzeugung ein erhöhter ökologischer und ökonomischer Mehrwert erzeugt werden kann.

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Grünlandbiomasse (IO-A 2)

Ziel des Teilprojektes Grünland ist es, in einem Agroforstsystem bestehend aus schnell wachsenden Baumarten (Kurzumtriebsplantagen (KUP´s)) mit Grünland-Zwischenarealen die Eignung verschiedener Grünlandbestände hinsichtlich einer effektiven energetischen Verwertung zu untersuchen

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Waldbausysteme (IO-A 3)

Aufbau des Clusters "Innovation und Optimierung – Schwerpunkt Anbausysteme (IO-A)"

Ziel des Teilprojektes ist es, die Eignung verschiedener Waldbausysteme für die Produktion von Biomasse zur Energiegewinnung vergleichend zu untersuchen. Dabei soll aufgezeigt werden, welche ökologischen Aus-wirkungen denkbare Umwandlungen von Hochwaldflächen in Nieder- und Mittelwälder haben und unter welchen standörtlichen ökonomi-schen Rahmenbedingungen sich Umwandlungen betriebswirtschaftlich lohnen. Für Hochwaldbestände, die die naturräumlichen Verhältnisse der beiden Modellregionen repräsentieren, wird durch Modellkalkulationen und terrestrische Inventuren die Biomasseproduktion unter derzeitigen und künftigen Klimabedingungen ermittelt und mit Biomassedaten aus Mittel- und Niederwäldern verglichen. Mit den naturalen Daten, der Sortimentsverteilung und verschiedener Szenarien für Erntekosten und Preise werden mögliche wirtschaftliche Potenziale für die historischen Waldbausysteme Nieder- und Mittelwald ausgelotet.

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Bewässerung (IO-A 4)

Der entscheidende Faktor für den Ertrag von Energierohstoff ist an das Vorhandensein von Wasser in ausreichender Menge gebunden. Deshalb ist unter den niederschlagsarmen Bedingungen des Thüringer Beckens die Erschließung und Nutzung örtlicher Wasserreserven eine notwendige Voraussetzung für einen optimalen Energierohstoff-Ertrag von Äckern und Kurzumtriebsplantagen.

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Bio-Kraftstoff (IO-A 5)

Produktion von Pilzenzymen im Kleinfermenter

Der weltweit stetig steigende Anteil von Ethanol als Bio-Kraftstoff kann langfristig nicht durch Fermentation von Stärke und Saccharose aus Agrarproduktion getragen werden. Holz dagegen, wie auch andere Lignozellulosen, bieten eine gute Quelle für Hexosen und Pentosen für Fermentationsprozesse zum Ethanol. Energiebilanzstudien bewerten eine Erzeugung von Ethanol aus Holz als positiv, im Gegensatz zur Bio-Kraftstoff-Produktion aus Getreide und Zuckerrohr. Die biotechnologische Hydrolyse der Holz-Polysacharide erfolgt nach einem Holzaufschluss gezielt enzymatisch mit geeigneten Hydrolasen (z.B. Zellulasen). Die Kosten für solche Enzyme haben sich in den letzten Jahren auf ein Zehntel reduziert und enzymatische Hydrolyseverfahren werden derzeit in verschiedenen Ländern in Produktionsmaßstäben erprobt. Eine effiziente Herstellung von Bioethanol benötigt aber weitere Forschung und die Technologien müssen in Bezug auf die eingesetzte Biomasse in einen guten Zusammenschluss aus Landnutzung, Ökologie und Ökonomie eingebettet werden.

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